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Massenuni Teil 2: Eine unendliche Geschichte
0Die ersten Stunden als Student der Universität liegen bereits zurück, Zeit also für ein kleines Fazit:
Hallo Herr Rektor!
Zur Begrüßung gab es ersteinmal keine. Denn auch in Köln ist die Gebührendebatte im vollen Gange, sodass die traditionelle Eröffnungsveranstaltung einfach von Studenten älterer Semester gecancelt wurde. Abwechslungsreiche Reden sollten uns angehenden Studenten bewegen, sich ebenfalls in die Diskussion einzumischen. Viele Erstis verfolgten das Treiben ziemlich teilnahmslos und sorgten nicht für die erhoffte Resonanz. Der durchaus berechtigte Vorwurf: Wir hätten uns damit abgefunden, dass es Studiengebühren ab diesem Semester gibt…
Begrüßung, Bewunderung, Brauhaus
Umso herzlicher war die Begrüßung im zweitgrößten Saal der Uni – im Hörsaal 1 der Wiso-Fakultät. Mit einem sehr coolen Film bekamen wir so langsam eine Ahnung, was es bedeutet Student in Köln zu sein. Mit einer erfrischenden Rede wurden wir schließlich vom Prodekan begrüßt und erkundeten dann in kleinen Grüppchen (ca. 40 Stück à 30 Erstis) die Uni und Umgebung.
Abgerundet wurde der erste Abend durch eine coole Party in einer sehr coolen Location, nämlich dem Brauhaus “Hellers”. Bier lecker, Leute sehr cool – rundum perfekt! Fotos werden mit Sicherheit demnächst folgen.
Gruppe 23
Auch am nächsten Tag kamen wir in “Gruppe 23″ (siehe StudiVZ) zusammen und lernten so auch einen sehr netten Konferenzraum kennen, den wir im Grundstudium wahrscheinlich kein zweites Mal zu Gesicht bekommen werden.
Und dann…
1. Vorlesung: voll… 2. Vorlesung: voller
Am ersten Tag hatten wir Studis ja bereits gemerkt, dass wir nicht völlig alleine an der Uni sind – am zweiten Tag kamen wir dann als kleines Bonbon noch in Kontakt mit Asiatischen Verhältnissen – allerdings nicht im Bezug auf Bildung, sondern eher auf die Art und Weise der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln… Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Ein Platz mittig, mittig… auf der Treppe – hart erkämpft, wohlgemerkt!

Kleiner Schweif mit der Kamera nach rechts…

…und nach links. Die Leute in der Tür (und vor der Tür) haben übrigens noch nichtmal einen Stehplatz bekommen.
So hatten wir bereits nach kürzester Zeit eine Einführung in den modernen Kaptialismus: Es gibt verschiedene Klassen von Menschen. Es gibt…
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…die Priviligierten (keine Vorlesung = viel Zeit = 1h vor Beginn im Saal)
–> Sitzplatz
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…die Normalos, die es gerne wären (Vorlesung = wenig “Umsteigezeit”)
–> Sitzplatz auf der Treppe aber mit guter Sicht
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…die Normalos II (u.a. mich), die leider nicht so viel Glück hatten
–> Stehplatz/ Sitzplatz auf der Treppe mit schlechter Sicht
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…die Benachteiligten (in der Tür, vor der Tür)…
Was sagen wir dazu?
Schaun mer mal!
Auf Klo steigt das Hirntumor-Risiko
1Das Pendeln zwischen Bonn und Köln hat auch seine Vorteile. So konnte ich heute im Zug die interessante Diskussion mehrerer Medizinstudenten mit Rettungsdiensterfahrung verfolgen. Hauptthema des Gesprächs war der Sachverhalt, dass “beim Kacken durch den hohen Bluthochdruck das Risiko an einem Hirntumor zu sterben exponientiell steigt”. Wieder was gelernt!
Studium an einer Massenuni
0Bei einigen weckte ich ja bereits das Interesse, andere werden es wohl noch entdecken…
(Feierlich) Mit dem heutigen Tag habe ich beschlossen, in lockerer Folge über den Alltag eines Erstis an der ältesten aber vielleicht auch liebenswertesten Massenuni Deutschlands – ach was: Europas! – in der coolsten Stadt der Welt (und die erste mit 5 Jahreszeiten) zu berichten. Obwohl die Content-Ähnlichkeit zu dem Blog des Mitarbeiters im Zentrallager von Aldi in Hastenichtgesehen (der legendäre Aldiblog: trotz intensiver Googlerecherche kann ich ihn nicht finden! Hat jemand einen Link??) zwar verblüffend ist, kann ich versichern, dass dieser Schritt nicht von langer Hand geplant war… Ehrlich
Zu Beginn werden sich meine Beiträge vor allem um Themen wie…
- “Gibt es an der Uni WLAN?”
Gibt es, doch braucht man einen SMail-Account (ja, soetwas gibt es), den VPN-Client (auch dieser existiert), den WPA-Key (hier konnte ich mitreden) und im Zweifel jede Menge Geduld beim “ersten Mal” (der Härtetest folgt schon in wenigen Stunden!)
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“Wo ist mein Studentenausweis?”
Studiengebühren nicht bezahlt, kein Studentenausweis, kein Prüfungsausweis, keine Prüfungen… soweit ist es gottseidank noch nicht gekommen – habs rechtzeitig gemerkt
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“Wo soll ich wohnen…?”
Dass die Wohnungssuche sich derart schwierig gestaltet, hätte ich nicht gedacht…
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“Wann gehe ich Wohin?”
Gute Frage, denn viele Stellen haben in der Semesterfreien Zeit angepasste Öffnungszeiten…: von 11-12 Uhr – da kommt Freude auf!
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“Warum sind die alle so böse?”
Achtung Fangfrage… Bevor man den Entschluss fasst, als ängstlicher Ersti eine der vielen Stellen aufzusuchen um einen der zahlreichen Ausweise, seltsame Formulare, oder andere wichtige Dinge zu erhalten, sollte man sich folgende Punkte gewiss machen:
1. man wird nicht gegessen (auch wenn es bei dämlichen Fragen – gibt es die? – manchmal den Anschein hat, dass das so wäre)
2. schaue vorher nochmal im im Internet ob diese Stelle heute wirklich geöffnet hat (Achtung: keine Garantie)
3. möchtest du das wirklich?
Wenn diese Punkte alle mit einem herzzereißendem Ja beantwortet werden können, kann es schon los gehen!
- “Gibts hübsche Studentinnen?”
JA, aber es kommt ganz auf die Fakultät an. Rein rechnerisch kommen zum Bleistift – soweit meine Quellen stimmen – auf jeden männlichen Studenten im Fach BWL eine weibliche Mitstudentin.
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“Andreas du spinnst!”
Schon möglich, aber sind wir nicht alle ein bisschen bluna?
…drehen. Was steht sonst auf der Agenda 2006?
- Orientierungsphase 16. + 17.10
- die ersten Vorlesungen (ab 18.10)
- Erstis-Fahrt (ja wann eigentlich?)
Dein Senf ist willkommen – also immer her damit!
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