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Posts tagged Gesellschaft
Diskussion: Freilassung von Mohnhaupt und Klar
Jan 29th
Spreeblick gibt eine treffende Bewertung zur aktuellen Diskussion ab.
Würde die stattfindende Debatte um die Freilassung der Ex-RAF-Mitglieder eine um den damals herrschenden Krieg zwischen Staat und Staatsfeinden, um die Reaktionen und Verhaltensweisen auf beiden Seiten sein, eine Diskussion um den Ist-Zustand der bundesrepublikanischen Gesellschaft, wir hätten spannende TV-Wochen vor uns. Stattdessen wird nur der Anschein erweckt als gäbe es etwas zu diskutieren, nämlich den Zeitpunkt der Freilassung (der bei allen Mördern, auch bei Ex-RAF-Mitgliedern, allein nach juristischen Regeln entschieden wird und nicht per Telefon-Voting).
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Aufräumen mit der Nazi-Vergangenheit und -gegenwart.
Die öffentliche Diskussion über die Wiedervereinigung.
Unscheinheilige Aufarbeitung der RAF-Zeit.Es gibt noch viel zu tun, hier und jetzt.
SPD vergisst Wahlanmeldung ihres OB-Kandidaten
Jan 5th
Weil die Wiesbadener SPD ein Formular zur Oberbürgermeisterwahl zu spät abgegeben hat und deshalb ohne Kandidaten dasteht, ist die Parteiführung der Stadt am Freitag geschlossen zurückgetreten. Nach Angaben der Fraktionsgeschäftsführung stellten sowohl der Vorsitzende des Wiesbadener Unterbezirks, Marco Pighetti, als auch der gesamte Vorstand als Konsequenz aus der Panne ihre Ämter zur Verfügung.
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“Wir sind die Lachnummer der Stadt“
Holtzbrinck kauft StudiVZ für 100 Mio Euro
Jan 3rd
Laut einer Mitteilung auf Spiegel-Online wurde das Community-Portal StudiVZ heute für rund 100 Mio Euro an die Holtzbrinck-Verlags-Gruppe verkauft. Neben den Samwers (u.a. Gründer von Alando und Jamba) war auch Holtzbrinck Ventures als Investor bei dem jungen deutschen Startup eingestiegen – ein Teil des Erlöses geht somit ins eigene Unternehmen zurück. Der Verkauf des StudiVZs ist der erste europäische Web2.0-Deal.
Laut einer offiziellen Mitteilung werden die Gründer, darunter auch der in letzter Zeit in die Kritik geratene Ehssan Dariani, im Management bleiben.
Cooler Spiegelartikel: Kreative Querschnittslähmung
Dec 31st
Mit den Worten “Das TV-Jahr 2006 war furchtbar. Schlimmer werden nur die nächsten zwölf Monate.” meldet sich Oliver Kalkofe in einem launischen Artikel - oder sollen wir sagen Leichenschau? – zur deutschen Fernsehlandschaft zu Wort. Manch Fan amerikanischer Serien dürfte sich angesichts der äußerst scharfsinnigen Kritik bestätigt fühlen – eine Lösung hiesiger Kreativitäts-probleme ist das schlichte Importieren erfolgreicher ausländischer Formate allerdings nicht.
Das Argument, der Zuschauer würde sich den Schmarrn eh anschauen, will er nicht gelten lassen, denn…
Als logische Konsequenz zielen die Sender auch gar nicht mehr auf jene Zuschauer, die mit Qualität geködert werden müssen, sondern produzieren lieber simple Lockstoffe für das in seinem eigenen Existenzvakuum gefangene Restpublikum. Der Begriff “Unterschichtenfernsehen” ist in diesem Zusammenhang nicht diskriminierend, sondern vor allem falsch. Es handelt sich nicht um die soziale Unterschicht, vielmehr um den intellektuellen Bodensatz der Gesellschaft, die schlammige Ursuppe der televisionären Evolution.
Es sind jene Menschen, die immer anschalten, egal, was läuft. Die auch beim Testbild anrufen würden, wenn sie glaubten, man könne einen der Farbbalken gewinnen.
Sie planen einen Amoklauf? Titanic hilft!
Dec 17th
Nicht mehr ganz aktuell, aber einen Besuch wert!
Sie planen einen Amoklauf und wollen die Welt davon in Kenntnis setzen? Mühen Sie sich nicht mit vergeblichen Versuchen ab, die sowieso niemand zur Kenntnis nimmt! Nutzen Sie das brandaktuelle Amok-Ankündigungsformular!
Schöne Aktion: Gratis-Umarmung
Dec 4th
In unserer globalisierten Welt geht menschliche Nähe immer schneller verloren. Das muss nicht sein, dachte sich ein cooler Typ und wurde Gründer der “Free Hug“-Bewegung:
Via Mugel.com.
Edit: Die Aktion schlägt immer größere Wellen und zahlreiche Blogs berichten… Das wird zur Weihnachtszeit – dem Fest der Liebe – ein richtiger Trend!
Verbot von Killerspielen – völliger Quatsch
Nov 21st
Nun bin ich weder Pro-Gamer noch befürworte ich Amokläufe an Schulen, aber derartige Vorkommnisse als erstes in Verbindung mit sogenannten Killerspielen (ich favorisiere den Begriff “Ego-Shooter”) zu bringen, halte ich für völlig verfehlt! Wem ist damit geholfen?
Nicht die Symptome, sondern die Ursachen müssen bekämpft werden
Das exzessive Spielen von Ego-Shootern ist keineswegs Ursache, sondern eher Ventil für Aggressionen. Häufig sind Menschen die derartige Spiele nicht übertrieben regelmäßig spielen sogar ausgeglichener als andere.
Interessant ist, dass sich immer die Menschen nach Katastrophen zu Wort melden, die erwiesenermaßen am wenigsten Ahnung haben. Ich glaube nicht, dass Wolfgang Bosbach schon mal einer LAN-Party beigewohnt hat…
Mitschuld trägt die Gesellschaft
Nach genauerem Hinsehen fällt auf: Fast immer sind Amokläufer von der Gesellschaft ausgestoßene und allein gelassene Menschen, mit großem Selbstdarstellungsdrang (“[...] damit sie meinen Namen nie wieder vergessen werden [...]“). Hier versagen unsere Pädagogen und nicht die Spieleentwickler. Nur durch Investitionen in Bildung mit einhergehender Verbesserung in der Pädagogik und Betreuung von sogenannten “Problemkindern” können solche Amokläufe in Zukunft vermieden werden.
Ein Verbot führt zu nichts
Gerade Schüler mit großen gesellschaftlichen Problemen werden im Zeitalter des Internets viele Möglichkeiten finden, trotzdem an gewaltverherrlichende Computerspiele zu gelangen. Warum sollen eigentlich nur Computerspiele verboten werden? Fördern nicht gewaltverherrlichende Filme ebenso Gewaltphantasien? Wen interessiert’s…
Fakten, Fakten, Fakten
Jährlich sterben hundertfach so viele Menschen durch Geisterfahrer (mit “Gewaltphantasien”) auf Autobahnen, wie Schüler durch Amokläufe – aber auf die Idee das Autofahren zu verbieten kommt niemand.
Jährlich sterben millionenfach Menschen an den Folgen von Übergewicht und schlechter Ernährung. Unserer Volkswirtschaft entstehen dadurch Schäden in Milliardenhöhe – niemand kommt auf die Idee Mc Donalds zu verbieten (von ein paar fundamentalen Amis mal abgesehen).
Fördern nicht auch Kampfsportarten Gewaltphantasien? Seltsam, dass solche Menschen ebenfalls sehr viel ausgeglichener sind als manch anderer…
Fazit
Die immer wieder aufs neue geführte Debatte über den Verbot von Killerspielen führt sich selbst ad absurdum. Der exzessive Konsum von Gewaltspielen und das Übertragen der digitalen Inhalte auf die Realität ist eine Randerscheinung und keinesfalls Normalität.