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Von Bienchen und Blümchen

Wer sich immer schon gefragt hat, wie zum Teufel plärrendes Balg entsteht, bekommt hier Antworten:
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Einigkeit. Recht. Freiheit.

Schwerbewaffnete Polizisten. Überall.
Polizei!
Das war mein erster Eindruck von der Demonstration gegen Vorratsdatenspeicherung in Berlin letzten Samstag. Der erste Eindruck trog, denn die ganze Demonstration lief eher friedlich ab und ähnelte auf der Zwischenstation vor dem Neptunbrunnen/Fernsehturm eher einem Volksfest. Parteien jeglicher Couleur (Piraten Partei, Julis, Grüne, Linke uvm) und einige Familien waren dabei – insgesamt laut Veranstalter 15.000 Menschen. Aus diesem Raster fiel der Schwarze Block (“Wir wollen keine… Bullenschwein”) natürlich raus – deshalb gleich von einem Abbruch der Demo zu sprechen, ist dann doch etwas übertrieben! Hier unkommentiert ein paar Eindrücke – mehr davon auf flickr:





schwarzer Block
schwarzer block
links
am alex
fernsehturm
am brandenburger tor

Da ich alles mit meinem Handy fotografiert habe, liegen einige Bilder in schlechte Qualität vor.

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Christliches Menschenbild

Bei Spreeblick gab es gestern einen kritischen Beitrag zum Thema “christliches Menschenbild”. Eine sehr gute Erläuterung dieses Begiffes findet sich hier und beugt Unverständnis vor. Danke an ChristianMaltefan.

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Non Emotionally Responding Dude = Nerd?

Eins ist sicher – sogar sicherer als die Rente: Der Nerds kommen! Digital Natives, Digital Immigrants
Jetzt, hier, sofort! Mag nicht so spektakulär klingen, ist es aber. Denn selten zuvor haben “Computer-Heinis” soviel Respekt genossen, wie in den zurückliegenden Monaten. Kaum ein Umbruch in der letzten Zeit wäre ohne die smarten Jungs denkbar gewesen. Der Umgang mit Wissen (Wikipedia), Unterhaltung (i-Tunes, last.fm, youtube u.v.m.), Information (unzählige Blogs –> technorati) und Wirtschaft im Allgemeinen (“web2.0“) hat sich grundlegend gewandelt und weite Bevölkerungsschichten zu aufgeklärten Konsumenten gemacht – dem Wissensvorsprung sei dank.

SpOn geht dem Aufstieg des Nerdtums in einem interessanten Artikel genauer nach und zeichnet ein insgesamt positives Bild vom allgegenwärtigen “Nerd” – Nur was ist ein Nerd, wirklich? Wie erkenne ich ihn? Bin ich am Ende selbst einer (nur weil ich blogge)?

Ein erster Ansatz
Schmeißt man die Suchmaschine an, so wird man als erstes auf einen Eintrag in der Wikipedia verwiesen:

Nerd [nɜːd] (engl. für Fachidiot, Langweiler, Sonderling, Streber, Schwachkopf, Außenseiter) steht meist abwertend für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Individuen. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt.

Nun ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Artikel selbst von Nerds geschrieben (wie steht es eigentlich wirklich um die “wisdom of crowds” bestellt?!), interessant ist trotzdem der nächste Absatz:

Das Umfeld

Ob jemand ein Nerd ist, hängt in erster Linie von der Einschätzung des Umfelds ab. Zwei Wertungsvarianten lassen sich feststellen:

* Außenstehende meinen „Nerd“ tendenziell abwertend
* Gleichgesinnte umgekehrt als Auszeichnung (so wie man sich selbst auch positiv „Nerd“ nennt – ähnlich wie in anderen Minderheiten oder stark nach außen abgeschotteten Gruppen (vgl. Freak). Nerds legen u. U. keinen Wert auf die Meinung von Nicht-Nerds).

Halten wir fest: Ich bin ein Nerd, wenn mein Umfeld das sagt. Nun ja, mit dieser Formulierung kann ich mich nicht anfreunden! Wenn mir mein Umfeld sagt ich wäre eine Fee, ist noch nicht bewiesen, dass ich eine Fee bin.

Schlimm ist auch, dass bei der Wortwahl direkt eine Wertung mit einfließt: Der Nerd kann etwas besser als seine Mitmenschen (mit Computern umgehen), von dem sie keine Ahnung haben (“Hier isnen Knöpf: ön-öff… Soll ich damal draufdrügen?”) und aus diesem Grund ist das Ganze erstmal schlecht (“Kenne mer nit, bruche mer net, fott domet“).

Digital Natives vs. Digital Immigrants
Vielleicht bringt uns der Ansatz der “digital natives” weiter: Nerds sind die Eingeborenen der digitalen Welt. Dem gegenüber stehen die “digital immigrants“:

Sie versuchen aufwendig, mit der neuen Technik Schritt zu halten, noch einen Fuß in die Tür zu bekommen. Aber egal, wie sehr sie sich anstrengen, sie bleiben immer Fremde, “reden mit einem Akzent”, so Prensky: Sie drucken sich E-Mails aus, lesen Anleitungen für Computerprogramme und rufen die Kollegen ins Büro, um ihnen eine Website zu zeigen, anstatt ihnen einfach einen Link per Instant Messenger zu schicken.

Somit wären alle Intensiv-Nutzer eines Instant Messengers Nerds :)

Wie man es auch dreht und wendet: Ein Nerd ist ein Nerd ist ein Nerd… Ich bin mal gespannt, wie sich die Diskussion in der nächsten Zeit entwickelt, ob Nerds zu gesellschaftlicher Anerkennung finden, ob auch die Mitte der Gesellschaft im Informationszeitalter ankommt oder ob alles so bleibt wie es ist. Aber selbst der Kölsche Jung an der Eckkneipe weiß:

Nix bliev wie et wor.

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Ausländischer Rassismus – gibt es sowas?

Nachdem in letzter Zeit das Interesse in Politik und Gesellschaft – befeuert durch Schulhofrangeleien – immer weiter zugenommen hat, kommt gerade zur rechten Zeit ein interessanter Beitrag von Malte zu diesem Thema. Die Gefahr der einseitig politisch rechts angehauchten Interpretation ist groß, sodass Missverständnisse vorprogrammiert sind. Auf keinen Fall sollte bei einer eigenen Bewertung vergessen werden, dass es hier vor allem um die Integration sozial schwacher Jugendlicher geht – “Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” kennt dabei keine Hautfarbe!

Interessant ist meiner Meinung nach der Ansatz, Hassverbrechen…

Dem Opfer [eines Hassverbrechens] wird durch die Körperverletzung abgesprochen, ein Mensch wie andere auch zu sein.

…in Zukunft stärker zu bestrafen!

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Stolpersteine rocken

Spreeblick gibt einen interessanten Kommentar zum Thema Stolpersteine.

Ich kann sie nicht ignorieren, will es auch gar nicht, sie tauchen meine innere Umgebung jedes einzelne Mal für Bruchteile von Sekunden in ein filmisches Schwarzweiß und stellen mir Fragen… nein, das ist falsch, sie stellen mir keine Fragen, die stelle ich mir selbst. Keine weinerlichen oder pseudo-betroffenen, sondern spannende, herausfordernde Fragen, die den Kopf füttern und die ihren Zweck damit viel mehr und viel leichter erfüllen als viele andere Versuche, den Glücklichen an die Unglücklichen zu erinnern.

Das kann ich so direkt unterschreiben. Ich bin begeistert von der Idee, dass einem durch die Stolpersteine die Vergangenheit ins Gedächtnis gerufen wird – ohne aufdringlich zu sein fordern sie den Vorübergehenden zu einem regen Gedankenaustausch mit dem eigenen Ich auf.
Stolpersteine München
Gerade in Großstädten wie München war die Aktion allerdings sehr sehr umstritten. Dem Satz “die Monarchen würden in den Denkmälern aufs Pferd gehoben, ein jüdischer Demokrat aber so erniedrigt, dass jeder das Gedenken mit Füßen treten kann” kann ich nicht zustimmen, denn im Boden eingelassene Gedenksteine sind seit Jahrhunderten eine durchaus gebräuchliche Art des Erinnerns in Mitteleuropa – wer mal in der Westminster Abbey war, weiß wovon ich spreche! Allerdings hat sich in diesem Punkt besonders die jüdische Gemeinde nicht mit dem Gedanken der Stolpersteine anfreunden können – Schade!

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Ausschreitungen im Spiel Essen-Rostock

Das Aggressionspotential bei Fußballspielen hat zugenommen. Trotz aller Appelle greifen die durch den DFB und die einzelnen Vereine ergriffenen Gegenmaßnahmen nicht ausreichend und es kommt immer wieder zu Ausschreitungen. Bemerkenswert ist übrigens das auf Spiegel-Online veröffentlichte Foto – genauer: Der Fan mit dem Stock!
Trommler grillt im Stadion
Sieht aus wie Stockbrot, oder?

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Statistiken schön anschaulich

Das Interesse an soziographischen Kennzahlen ist groß, die Geduld langweilige Exceltabellen zu studieren haben dagegen Normalsterbliche eher nicht. Schön, dass es deshalb nicht nur gut gemachte Videos, sondern auch ziemlich flashige Präsentationen zu diesem Thema gibt.

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do your best for a better world

Sehr eindrucksvoll ist der auf einer wissenschaftlichen Arbeit basierender Flash-Film “Miniature-World“. Teils verwunderliche Fakten werden mundgerecht serviert…

richer than 75%

… wie zum Beispiel die Angabe, dass gerade mal 3% der Erdbevölkerung Zugang zu einem Internet-fähigem PC haben!

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Anne Will kommt und geht

Klingt dynamisch, ist es auch!

Die eine Hälfte von Fernseh-Deutschland begrüßt mit lautem Getöse die Wahl Anne Wills zur Talk-Göttin des Sonntag-Abends (“Habemus Anne“). Die andere Hälfte nimmt etwas wehleidig Abschied von einer perfekten Kombi (“Ma moß och jönne könne!“): Anne Will + Tagesthemen = Kompetenz + des Zuschauers Sympathie.

Es bleibt spannend, Sesselpupser!

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