Wer hat’s erfunden?

Ich bin wieder zurück! Doch wo auf dem Weg in der Länge von 2300km liegt eigentlich “zurück”? Eine kurze Zusammenfassung meiner Aktivitäten in den letzten Wochen.

Nachdem ich Ende Juli meine letzte Klausur in Köln geschrieben und meinen Abschied entsprechend gefeiert hatte, kümmerte ich mich neben der Räumung meines WG-Zimmers und der Verschrottung des Verkaufs meines Autos um allerlei bürokratische Angelegenheiten. In der darauf folgenden Woche reiste ich zunächst in meine Heimatstadt Bonn, wo ich ein paar Tage verbrachte, um hier und da meine Ideen für Haus und Hof umzusetzen. Wenige Tage später machte ich mich dann auf den Weg gen Norden an die Ostseeküste, wo mein Bruder Henrik im Herzen von Rostock  eine coole Dachgeschosswohnung bewohnt. Bei bester Seeluft (manchmal eher “steife Brise”) genoss ich auf der Dachterrasse ein wenig die Ruhe und bereitete mich nebenbei mental (amüsanter Buchtipp an dieser Stelle: Gebrauchsanweisung für die Schweiz) und studientechnisch (mit der Bearbeitung zweier Case Studies) auf meinen Aufenthalt in der Schweiz vor. Highlight war neben einem ziemlich leckeren Abendessen im Silo 4 (der Blick ist echt und bei Nacht wunderschön!) und einem Weiteren beim Inder (wenn mich nicht alles täuscht, waren wir im Bombay-Haus Amarjeet) natürlich der Tag am Strand von Heiligendamm. Fotos gibt es keine – es fehlte mir an Muße. Kulinarisch überragend waren übrigens nicht nur die Restaurants, sondern auch die Kochkünste der Freundin meines Bruders 😉

Gemeinsam mit meinem jüngeren Bruder Thomas bin ich dann gen Süden aufgebrochen. Am heißesten Tag des Jahres standen wir irgendwo in Süddeutschland im Stau. Das hinderte uns nicht daran den Nachmittag sehr idyllisch im Strandbad in Reichenau zu verbringen. Sehr cool!! Am nächsten Tag stand Zürich auf dem Plan, oder besser Zürichsee auf dem Umschlag des Reiseführers. Ohne Navi oder sonstiges vernünftiges Kartenmaterial fanden Thomas und ich dann das einzig geöffnete Seebad, nämlich das schicke Seebad am Udoquai (siehe Fotos). Am späten Nachmittag gesellten sich allerhand interessante Leute zu uns, die alle direkt aus den umliegenden Büros und Geschäften zu kommen schienen. Einige waschechte Schweizer Banker waren auch unter ihnen. Am Automaten im nahe gelegenem Parkhaus ließ ich anschließend mehr Geld als der Otto-Normal-Afghane im Monat verdient. Mit der untergehenden Sonne im Rücken fuhren wir Abends zurück nach St. Gallen.

Am darauf folgenden Tag bekam ich Besuch aus Ungarn. Gemeinsam mit Piroska schauten wir uns zunächst die touristischen Highlights in St. Gallen an, um dann den Nachmittag in Bregenz zu verbringen. Abends kamen wir nach “Inglorious Basterds” ein wenig verstört, aber gut unterhalten aus dem Kino heraus. Schon am nächsten Morgen trafen Piroska und ich uns mit den weiteren CEMS-Studenten am Bahnhof, um gemeinsam zum Blockseminar nach Filzbach aufzubrechen. Doch zunächst stand ein Tag Wandern und Natur Bestaunen auf dem Programm, denn unsere Wanderung führte uns nicht nur zum größten (betreffend der Höhe) Wasserfall Europas – der Blick vom Aussichtspunkt war leider ein wenig durch einen Baum verdeckt – sondern auch zu einem Dorf, welches viele Jahrzehnte lang nur über den Wasser- oder den Wanderweg erreichbar war. Erst das Vergnügen, dann die Arbeit, denn eine programmtechnisch gut gefüllte Woche stand vor uns.

Nachtrag: Ohh, ganz vergessen: Die Musik zum Film… Frisch und cool!

Splitting the atom // Massive Attack by risingson

Einführungen ins Thema Sustainability gaben die drei anwesenden Professoren, sowie verschiedene Unternehmen (Zurich, Shell, Vestas) aus den unterschiedlichsten Bereichen. Sehr beeindruckt war ich auch von den Unternehmensbesichtigungen bei Gassa und Oerlikon Solar. Das Thema wird mich sicherlich noch eine Weile in Zukunft begleiten. Unsere Gruppenpräsentation zur Rolle von Venture Capital Firmen im Bereich von nachhaltiger Energie war spannend, wenn gleich die Qualität des bearbeiteten wissenschaftlichen Journals nicht überzeugen konnte. Sehr spaßig war dann am letzten Tag vor der Abreise die 1,4km lange Abfahrt auf der Sommerrodelbahn und der anschließende Ride auf der 3km langen Stehfahrrad-Strecke. Interessant und ein wenig typisch für die Schweiz: die Unterkunft. Das Tagungshotel lag mitten in einer wundervollen Landschaft mit einem unglaublichem Blick aus allen Räumen; das Essen war vollständig aus ökologischer Landwirtschaft, sehr gesund und zum Teil aus der Produktion des angeschlossenen Hauses für ehemalige Drogensüchtige (ebenfalls mit traumhaften Blick…).

Absolut abwechslungsreiche Wochen!

"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

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