Archiv für November, 2006

Wir holen den Titel!

Nachdem bereits einige konkurrierende Blogs durch recht zweifelhafte Methoden versuchen, ihr Ranking zu verbessern, holen wir gemeinsam den Titel ganz ohne Kinderkram. Denn innerhalb von noch nicht einmal 4 Monaten ist mein Blog schon fast in den Top 300.000 der wichtigsten Seiten weltweit gelandet. So rücken wir kontinuierlich dem Ziel der Weltherrschaft ein entscheidendes Stück näher. Vielen Dank an dieser Stelle an meine treuen Leser und diejenigen, die es noch werden wollen.

Achja, falls du dich schon über etwas Stille hier gewundert hast: Keine Sorge! Stecke gerade mitten im Umzug, ab nächster Woche gibt es auch wieder neue Beiträge zu den Themen Musik in Deutschland, Bier im Rheinland und Wohnen in Köln.

View Comments

Verbot von Killerspielen – völliger Quatsch

Nun bin ich weder Pro-Gamer noch befürworte ich Amokläufe an Schulen, aber derartige Vorkommnisse als erstes in Verbindung mit sogenannten Killerspielen (ich favorisiere den Begriff “Ego-Shooter”) zu bringen, halte ich für völlig verfehlt! Wem ist damit geholfen?

Nicht die Symptome, sondern die Ursachen müssen bekämpft werden
Das exzessive Spielen von Ego-Shootern ist keineswegs Ursache, sondern eher Ventil für Aggressionen. Häufig sind Menschen die derartige Spiele nicht übertrieben regelmäßig spielen sogar ausgeglichener als andere.

Interessant ist, dass sich immer die Menschen nach Katastrophen zu Wort melden, die erwiesenermaßen am wenigsten Ahnung haben. Ich glaube nicht, dass Wolfgang Bosbach schon mal einer LAN-Party beigewohnt hat…

Mitschuld trägt die Gesellschaft
Nach genauerem Hinsehen fällt auf: Fast immer sind Amokläufer von der Gesellschaft ausgestoßene und allein gelassene Menschen, mit großem Selbstdarstellungsdrang (“[...] damit sie meinen Namen nie wieder vergessen werden [...]“). Hier versagen unsere Pädagogen und nicht die Spieleentwickler. Nur durch Investitionen in Bildung mit einhergehender Verbesserung in der Pädagogik und Betreuung von sogenannten “Problemkindern” können solche Amokläufe in Zukunft vermieden werden.

Ein Verbot führt zu nichts
Gerade Schüler mit großen gesellschaftlichen Problemen werden im Zeitalter des Internets viele Möglichkeiten finden, trotzdem an gewaltverherrlichende Computerspiele zu gelangen. Warum sollen eigentlich nur Computerspiele verboten werden? Fördern nicht gewaltverherrlichende Filme ebenso Gewaltphantasien? Wen interessiert’s…

Fakten, Fakten, Fakten
Jährlich sterben hundertfach so viele Menschen durch Geisterfahrer (mit “Gewaltphantasien”) auf Autobahnen, wie Schüler durch Amokläufe – aber auf die Idee das Autofahren zu verbieten kommt niemand.

Jährlich sterben millionenfach Menschen an den Folgen von Übergewicht und schlechter Ernährung. Unserer Volkswirtschaft entstehen dadurch Schäden in Milliardenhöhe – niemand kommt auf die Idee Mc Donalds zu verbieten (von ein paar fundamentalen Amis mal abgesehen).

Fördern nicht auch Kampfsportarten Gewaltphantasien? Seltsam, dass solche Menschen ebenfalls sehr viel ausgeglichener sind als manch anderer…

Fazit
Die immer wieder aufs neue geführte Debatte über den Verbot von Killerspielen führt sich selbst ad absurdum. Der exzessive Konsum von Gewaltspielen und das Übertragen der digitalen Inhalte auf die Realität ist eine Randerscheinung und keinesfalls Normalität.

,

View Comments

Let it Snow!

And since we’ve no place to go – Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!

Mist – der Kachelmann hatte wohl frei…

View Comments

Aus “The Draw” wird “The Hunt”

Cooles Projekt von Spreadshirt – 20 Shirts wurden weltweit versteckt und können nun von Baumwollsüchtigen nach erfolgreichem Auffinden als Finderlohn behalten werden.

Viel Spaß beim Finden…
find the shirt

View Comments

Neues von Andi’s Jukebox

Eine wirklich wunderschöne Stimme gepaart mit musikalischem Talent (und der Kunst des Ukulelespielens)

Das Lied heißt “There Is A Light That Never Goes Out” und die hübsche Sängerin hört auf den Namen Zoe Woodbury-High.

Habe leider den Link verloren, über den ich das Video entdeckt habe – sorry!

View Comments

Flash Mobbing

Immer schon fragte ich mich, was eigentlich “Flashmob” genau bedeutet! Ein wirklich interessanter Wikipedia-Artikel brachte nun Klarheit.

Falls noch Unklarheiten bestehen sollten:
Ein typischer Fall von Flashmobbing an der Uni Heidelberg ;)

Vor allem die Frau im Hintergrund gibt Rätsel auf – ist sie Teil der Aktion?
Via Schnutinger.

Weitere Links zum Wochenende:

,

View Comments

StudiVZ vs. Don Alphonso – die Hintergründe

So eine Art Virus scheint sich das StudiVZ da eingefangen zu haben. Auch ich musste erst einige Zeit in Recherche investieren, um einen möglichst guten Überblick über die Hintergründe des derzeitigen “Skandals” zu bekommen.

Keine Rechtfertigung, aber Kritik am Stil
Zweifelsohne hat Ehssan in der Vergangenheit viel Müll gebaut und riskiert durch seine sehr späte Entschuldigung insgesamt sein Projekt und seinen Kopf. Auch möchte ich überhaupt gar nichts relativieren, aber die Art und Weise mit der momentan “Aufklärung” betrieben wird, lässt doch noch einigen Raum zum Grübeln! Schließlich ist das StudiVZ ein hervorragendes Werkzeug um Kontakte zu knüpfen und Kontakt zu halten – ganz egal was “die Spitze” für Videos dreht.

Henker 2.0 im Porträt
Der große Enthüller, der u.a. Empfänger der peinlichen Partyeinladung war, investiert anscheinend schon seit längerem viel Zeit, um Deutschlands Vorzeige-Web2.0-Unternehmen zu Fall zu bringen. Interessant ist, wie penibel er Daten und Fakten zusammengetragen hat und nun zum Zeitpunkt eines bevorstehenden Verkaufs mit diesem Material an die Öffentlichkeit tritt. Immerhin wurde die vieldiskutierte Geburtstagseinladung schon im Juli diesen Jahres verschickt? Seltsam? Es kommt noch besser:

Sich selbst tituliert Don Alphonso – wie er sich im Internet nennt – gerne als Henker 2.0 (als Anspielung auf den derzeit sehr gehypte und überstrapazierten web2.0-Begriff) und gibt dabei den Superhelden, der angetreten ist, um die Welt von allem Übel und sonstigen Young Professionals zu befreien.

Die eigene Vergangenheit bleibt im Dunkeln
Mit seiner eigenen Persönlichkeit und vor allem seiner Vergangenheit bewegt er sich im dicken Nebel (ich habe sein Buch nicht gelesen, vermute aber, dass er auch dort seine Identität nicht abschließend klärt). So schreibt er in einigen Kommentaren auf seinem eigenen Blog, dass er selbst aktiv die Dotcom-Ära in führender Position miterlebt hat und “in diesen Kreisen verkehrte” (sorry – sein Blog lässt leider keine Kommentarsuche zu, deshalb kein Beleg). Was er da genau gemacht hat, lässt sich nicht wirklich leicht herausfinden.

Fazit: seltsame Beweggründe, seltsame Verfahrensweisen
Mein Eindruck: Die DotCom-Ära hat hier ihre Spuren hinterlassen und nun besteht Neid auf den Erfolg anderer. Da diese sich in ihrer Position extremst ungeschickt verhalten haben, wird diese Schwäche ausgenutzt und unter dem Deckmantel des investigativen Journalismus wird eine persönliche Neiddebatte losgetreten, deren Hintergründe mir allerdings schleierhaft bleiben (Was möchte er erreichen? Verkauft wird das Ding so oder so. Sein einziger Erfolg: der Kaufpreis wird gedrückt – der Held!).

Das StudiVZ insgesamt erleidet Schiffbruch
Allein wegen der Polemik und der aufgeladenen Stimmung, die der mysteriöse Don Alphonso geschaffen hat, sollte er sich und seiner Umgebung den Gefallen tun und jedenfalls seinen Namen ändern – wie wär’s mit Don Quichotte?

Achja, Ruhe sollte er auch geben, sich um seine Frau kümmern, nen Baum pflanzen und ein Haus bauen – irgendwie produktiv sein. Nur mit seinen Weltverschwörungstheorien sollte er anderen Leuten nicht auf den Geist gehen.

Der Datenschutz bleibt natürlich ein Problem – aber darum scheint es Don Alphonso inzwischen gar nicht mehr zu gehen.

Mein letzter Beitrag zu diesem Thema.

Danke.

,

View Comments

StudiVZ: Welle der Empörung

Ein kleiner Zusatz zu meinem bereits gestern veröffentlichten Beitrag:

Nach tausenden von Blogbeiträgen (s.u.) und Beiträgen in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften (s.u.) gibt es auch unter den Studenten einige Unruhe – so befassten sich heute etwa die Hälfte der an die Fakultätsverteiler verschickten Mails mit den Problemen rund ums StudiVZ – die Eigendynamik dürfte kaum noch in den Griff zu bekommen sein. Nicht nur in technischer Hinsicht muss hier einiges geschehen…

Come on people – don’t beat him too much!

,

View Comments

Gute Nacht VW: Bernhard geht

Laut FAZ und Spiegel steht Wolfgang Bernhard kurz vor seinem Rücktritt. Der bevorstehende Konzern-Umbau unter dem neuen Konzernchef Martin Winterkorn soll ihn zu diesem Schritt bewogen haben. Irgendwie scheint Wolfgang Bernhard nicht gut mit der Rolle des “ewigen” Zweiten zurecht zu kommen – immerhin verlässt er eher unfreiwillig den zweiten großen Konzern innerhalb von zwei Jahren. Schade – mit diesem Mann wurden viele Hoffnungen für Europas größten Autobauer verbunden.

ein Tag an dem sich so einige Ereignisse überschlagen…

View Comments

StudiVZ: Probleme und schlechte Presse

studivz_probs.jpgOhoh – Positive Presse sieht anders aus! Unter dem Titel “Peinliche Pannen bringen StudiVZ in Verruf” veröffentlichte Spiegel-Online heute einen Brandartikel über die derzeitigen Zustände und Probleme rund ums StudiVZ direkt auf der Startseite. Neben den technischen Problemen, mit denen das StudiVZ seit Monaten zu kämpfen hat, werden der Spitze auch “Kommunikationsdefizite” und persönliches Fehlverhalten (peinliche Videos, Geschmacksverirrungen, Ausländerfeindlichkeit u.a.) vorgeworfen. Weitere heiße Eisen sind der Datenschutz und der Umgang mit Kritikern. Gerade potenzielle Investoren dürften angesichts derartiger Artikel eher verstört und schreckhaft reagieren.

Mit einem offenen Brief bat Ehssan nun um Entschuldigung – rechtzeitig? Hoffen wir’s! Das Echo in der Blogsphere war jedenfalls verherrend. Einer der meistgelesensten Artikel des Tages dürfte neben dem bereits genannten Spiegel-Artikel der Beitrag bei Spreeblick sein (mhm kopiert der Spiegel etwa selbst?) – ablesbar an den vielen teilweise sehr interessanten Kommentaren.

Weitere Stellen wo mir das StudiVZ heute schon über den Weg gelaufen ist: Jetzt.de(laxer Umgang mit Nutzerdaten), derbumi.com (StudiVZ in Facebookfarben), E-Commerce-Blog, Yamb.Beta2, blogdoch.net, Blog!, blogpiloten.de, Frankfurter Rundschau und bei ein paar Engländern, die sich fragen, was das StudiVZ überhaupt ist… Die Antwort gab die Newsweek bereits vor einigen Wochen.

Interessant auch ein Auszug aus dem englischen Wikipedia-Artikel übers StudiVZ:

technorati_studivz.jpgIn early November 2006, StudiVZ gained some notoriety outside its realm and also in English-speaking countries when the word was at times listed as the most popular search term on Technorati, even eclipsing former defense secretary Donald Rumsfeld who had just resigned from office.

Die deutsche Blogsphere ist somit beeindruckend groß!

, ,

View Comments