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Archive for October, 2006
web 1.0 vs. web 2.0
Oct 18th
Was wird eigentlich mit web2.0 assoziiert? Diese Frage stellte sich Jeffrey Zeldman - seine User gaben Antwort…
Massenuni Teil 2: Eine unendliche Geschichte
Oct 18th
Die ersten Stunden als Student der Universität liegen bereits zurück, Zeit also für ein kleines Fazit:
Hallo Herr Rektor!
Zur Begrüßung gab es ersteinmal keine. Denn auch in Köln ist die Gebührendebatte im vollen Gange, sodass die traditionelle Eröffnungsveranstaltung einfach von Studenten älterer Semester gecancelt wurde. Abwechslungsreiche Reden sollten uns angehenden Studenten bewegen, sich ebenfalls in die Diskussion einzumischen. Viele Erstis verfolgten das Treiben ziemlich teilnahmslos und sorgten nicht für die erhoffte Resonanz. Der durchaus berechtigte Vorwurf: Wir hätten uns damit abgefunden, dass es Studiengebühren ab diesem Semester gibt…
Begrüßung, Bewunderung, Brauhaus
Umso herzlicher war die Begrüßung im zweitgrößten Saal der Uni – im Hörsaal 1 der Wiso-Fakultät. Mit einem sehr coolen Film bekamen wir so langsam eine Ahnung, was es bedeutet Student in Köln zu sein. Mit einer erfrischenden Rede wurden wir schließlich vom Prodekan begrüßt und erkundeten dann in kleinen Grüppchen (ca. 40 Stück à 30 Erstis) die Uni und Umgebung.
Abgerundet wurde der erste Abend durch eine coole Party in einer sehr coolen Location, nämlich dem Brauhaus “Hellers”. Bier lecker, Leute sehr cool – rundum perfekt! Fotos werden mit Sicherheit demnächst folgen.
Gruppe 23
Auch am nächsten Tag kamen wir in “Gruppe 23″ (siehe StudiVZ) zusammen und lernten so auch einen sehr netten Konferenzraum kennen, den wir im Grundstudium wahrscheinlich kein zweites Mal zu Gesicht bekommen werden.
Und dann…
1. Vorlesung: voll… 2. Vorlesung: voller
Am ersten Tag hatten wir Studis ja bereits gemerkt, dass wir nicht völlig alleine an der Uni sind – am zweiten Tag kamen wir dann als kleines Bonbon noch in Kontakt mit Asiatischen Verhältnissen – allerdings nicht im Bezug auf Bildung, sondern eher auf die Art und Weise der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln… Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Ein Platz mittig, mittig… auf der Treppe – hart erkämpft, wohlgemerkt!

Kleiner Schweif mit der Kamera nach rechts…

…und nach links. Die Leute in der Tür (und vor der Tür) haben übrigens noch nichtmal einen Stehplatz bekommen.
So hatten wir bereits nach kürzester Zeit eine Einführung in den modernen Kaptialismus: Es gibt verschiedene Klassen von Menschen. Es gibt…
-
…die Priviligierten (keine Vorlesung = viel Zeit = 1h vor Beginn im Saal)
–> Sitzplatz
-
…die Normalos, die es gerne wären (Vorlesung = wenig “Umsteigezeit”)
–> Sitzplatz auf der Treppe aber mit guter Sicht
-
…die Normalos II (u.a. mich), die leider nicht so viel Glück hatten
–> Stehplatz/ Sitzplatz auf der Treppe mit schlechter Sicht
-
…die Benachteiligten (in der Tür, vor der Tür)…
Was sagen wir dazu?
Schaun mer mal!
Auf Klo steigt das Hirntumor-Risiko
Oct 14th
Das Pendeln zwischen Bonn und Köln hat auch seine Vorteile. So konnte ich heute im Zug die interessante Diskussion mehrerer Medizinstudenten mit Rettungsdiensterfahrung verfolgen. Hauptthema des Gesprächs war der Sachverhalt, dass “beim Kacken durch den hohen Bluthochdruck das Risiko an einem Hirntumor zu sterben exponientiell steigt”. Wieder was gelernt!
Studium an einer Massenuni
Oct 13th
Bei einigen weckte ich ja bereits das Interesse, andere werden es wohl noch entdecken…
(Feierlich) Mit dem heutigen Tag habe ich beschlossen, in lockerer Folge über den Alltag eines Erstis an der ältesten aber vielleicht auch liebenswertesten Massenuni Deutschlands – ach was: Europas! – in der coolsten Stadt der Welt (und die erste mit 5 Jahreszeiten) zu berichten. Obwohl die Content-Ähnlichkeit zu dem Blog des Mitarbeiters im Zentrallager von Aldi in Hastenichtgesehen (der legendäre Aldiblog: trotz intensiver Googlerecherche kann ich ihn nicht finden! Hat jemand einen Link??) zwar verblüffend ist, kann ich versichern, dass dieser Schritt nicht von langer Hand geplant war… Ehrlich
Zu Beginn werden sich meine Beiträge vor allem um Themen wie…
- “Gibt es an der Uni WLAN?”
Gibt es, doch braucht man einen SMail-Account (ja, soetwas gibt es), den VPN-Client (auch dieser existiert), den WPA-Key (hier konnte ich mitreden) und im Zweifel jede Menge Geduld beim “ersten Mal” (der Härtetest folgt schon in wenigen Stunden!)
-
“Wo ist mein Studentenausweis?”
Studiengebühren nicht bezahlt, kein Studentenausweis, kein Prüfungsausweis, keine Prüfungen… soweit ist es gottseidank noch nicht gekommen – habs rechtzeitig gemerkt
-
“Wo soll ich wohnen…?”
Dass die Wohnungssuche sich derart schwierig gestaltet, hätte ich nicht gedacht…
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“Wann gehe ich Wohin?”
Gute Frage, denn viele Stellen haben in der Semesterfreien Zeit angepasste Öffnungszeiten…: von 11-12 Uhr – da kommt Freude auf!
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“Warum sind die alle so böse?”
Achtung Fangfrage… Bevor man den Entschluss fasst, als ängstlicher Ersti eine der vielen Stellen aufzusuchen um einen der zahlreichen Ausweise, seltsame Formulare, oder andere wichtige Dinge zu erhalten, sollte man sich folgende Punkte gewiss machen:
1. man wird nicht gegessen (auch wenn es bei dämlichen Fragen – gibt es die? – manchmal den Anschein hat, dass das so wäre)
2. schaue vorher nochmal im im Internet ob diese Stelle heute wirklich geöffnet hat (Achtung: keine Garantie)
3. möchtest du das wirklich?
Wenn diese Punkte alle mit einem herzzereißendem Ja beantwortet werden können, kann es schon los gehen!
- “Gibts hübsche Studentinnen?”
JA, aber es kommt ganz auf die Fakultät an. Rein rechnerisch kommen zum Bleistift – soweit meine Quellen stimmen – auf jeden männlichen Studenten im Fach BWL eine weibliche Mitstudentin.
-
“Andreas du spinnst!”
Schon möglich, aber sind wir nicht alle ein bisschen bluna?
…drehen. Was steht sonst auf der Agenda 2006?
- Orientierungsphase 16. + 17.10
- die ersten Vorlesungen (ab 18.10)
- Erstis-Fahrt (ja wann eigentlich?)
Dein Senf ist willkommen – also immer her damit!
Norwegen streitet übers Pinkeln
Oct 12th
Herbert und de Bläck Föös singen:
Männer führen Kriege
Männer sind schon als Baby blau
Männer rauchen Pfeife
Männer sind furchtbar schlau
Männer bauen Raketen
Männer machen alles ganz ganz genau
Wie genau, darüber streitet gerade Norwegen. Es geht um nichts weniger, als um die Frage ob in Zukunft in Schulen im Sitzen oder im Stehen gepinkelt werden muss. Ausgelöst wurde der heftige Diskurs durch eine E-Mail einer erbosten Mutter an eine lokale Zeitung – nach 24 h spricht ganz Norwegen darüber – die es nicht hinnehmen wollte, dass ihrem Sohn das Recht genommen wird, im Stehen zu pinkeln.
Was sagst du dazu, Christian??
Männer habens schwer,nehmens leicht,
außen hart und innen ganz weich
Werden als Kind schon auf Mann geeicht
Wann ist ein Mann ein Mann?
Wann ist ein Mann ein Mann?
Wann ist ein Mann ein Mann???
Bonner Klangwelle
Oct 9th
Bis zu 30 Meter hohe Wasserfontänen, dazu Videoprojektionen, Lasereffekte und Musik von Beethoven bis Bryan Adams: Die “Klangwelle” war im vergangenen Jahr ein Spektakel der Superlative. An zehn Abenden kamen jeweils rund 8 000 Menschen auf den Münsterplatz, um sich die Multimedia-Show anzusehen, die in Bonn zugleich erstmalig in einer Innenstadt gezeigt wurde.
Zitat aus dem Generalanzeiger vom 16.5.2006
Eine wirklich beeindruckende Show zu den Themen Klassik, Rock&Pop, Kölsche Musik. Hier ein paar weitere Handyimpressionen:
30m Wasserfontäne aus der Entfernung
30m Wasserfontäne aus nächster Nähe
everthing in motion
Fontäne und Wasser Vorhang, welcher…
…wenig später für Projektionen genutzt wurde…
viel Wasser
viel Dampf
Verbindung aus Feuer, Licht und Wasser
HOT!
Natürlich war das ganze u.a. sponsored by SWB – Energie und Wasser!
Wie du vielleicht schon gemerkt hat, hat mein Blog mit diesem Eintrag ein neues Layout. Ich hoffe es gefällt!
Neuer Song: Katie Melua
Oct 9th
Zugegeben, der Veröffentlichungstermin liegt schon ein paar Tage zurück, doch als ich Katie Meluas neusten Song (“It’s only pain”) im Radio hörte, fiel mir auf, dass das Thema Musik auf meinem Blog bis jetzt völlig zu kurz gekommen ist. Dem wird ehrenhalber in Zukunft durch eine neue Kategorie abgeholfen!
Eine kleine Hörprobe gibt es auf ihrer offiziellen Seite! Immerhin hat es das Lied in kürzester Zeit schon auf die neue Kuschelrock geschafft, wenn man Google glauben darf… (Nein, ich besitze die CD nicht
)
Katie Melua befand sich übrigens vom 4.10-7.10 zu einer Stippvisite in Deutschland!
brand eins: Spiegel halts Maul!
Oct 4th
Den Vorwurf des Spiegels der versteckten PR…
Im Januar druckte das Wirtschaftsmagazin „Brand Eins“ eine Reportage über den Bananenkonzern Chiquita. Das Stück hieß „Vom Ausbeuter zum Vorbild“ und wimmelte von Komplimenten. Zwar sei Chiquita früher „der Krake“ genannt worden, weil sich der Konzern nach Gutsherrenart in Lateinamerika breitgemacht hatte. Aber das sei Geschichte. Spätestens 2001 sei dem Konzern der „Wandel vom Saulus zum Paulus“ gelungen – was etwas überraschend kam.
Im April 2002 veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch einen Bericht, nach der die Firmen Chiquita, Del Monte und Dole von Plantagen versorgt wurden, auf denen Kinder arbeiteten. Sie seien zum Teil erst 8 bis 13 Jahre alt und hätten auch zu dem Zeitpunkt gearbeitet, als giftige Pilzbekämpfungsmittel über die Plantagen versprüht wurden.
Erst vor kurzem legten Bananenarbeiter einer Chiquita-Tochter in Panama die Arbeit nieder. Grund: Der Konzern habe sich geweigert, Löhne zu zahlen. In den „Brand Eins“-Bericht hätten derlei Informationen nicht so gut gepasst. Man habe aufwendig recherchiert, „aber selbst das böse kann sich ändern“, rechtfertigt Chefredakteurin Gabriele Fischer die Lücken.
Auszug aus dem Spiegel vom 31.07.2006
…fand die “brand eins” – Redaktion gar nicht lustig und keilt (nach einer kurzen Stellungsnahme inkl. der kritischen Stellen (viele) im Artikel) zurück:
So viel zu den nicht erwähnten Problemen. Was den Spiegel-Vorwurf der freundlichen Berichterstattung angeht, geben wir den gern an die Kollegen zurück: Wir halten Recherche nicht für Meinungsschwäche. Und das bleibt auch weiterhin so.
Glückwunsch!








